Hygiene

Bei vielen medizinischen Maßnahmen im Krankenhaus, in der Pflege und im ambulanten Bereich besteht das Risiko für den Erwerb einer Infektion. Dazu gehören zum Beispiel operative Eingriffe, die Anlage und Pflege jeglicher Kathetersysteme und Endoskopien oder die engen Kontakte bei der Pflege von Patienten und älteren Menschen.  Aktuelle Erhebungen gehen davon aus, dass im Durchschnitt zwischen 5% und 6% aller Patienten in deutschen Krankenhäusern eine Infektion erwerben. Das Ziel von Hygiene ist es, die Risiken für die Entstehung dieser Infektionen zu erkennen und zu minimieren.

 

Bei der Unterstützung der Infektionsprävention ergeben sich für die Hygiene mehrere Arbeitsfelder: 1. die Unterstützung persönlicher Hygienemaßnahmen von Patient und Behandelnden/Pflegenden, 2. die Überwachung von Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsprozessen, 3. die Unterstützung bei Etablierung optimierter Abläufe in der Krankenversorgung, 4. die Unterstützung von baulichen und technischen Maßnahmen, 5. die Überwachung der Häufigkeiten von Infektionen und Resistenzen. Durch die Fokussierung auf die Prävention von Infektionen kann die Hygiene dazu beitragen, in den komplexen Abläufen, die in Krankenversorgung und Pflege ineinandergreifen, das Risiko von Infektionen zu erkennen und zu minimieren.

 

Das Labor Potsdam berät umfassend zum kompletten Spektrum der Infektionsprävention. Dazu gehört die Infektions- und Antibiotikasurveillance, Beratung zur Antibiotikatheraie, Beratung bei akuten Infektionshäufungen, zu technischen und baulichen Fragestellungen und zu Fragen der Aufbereitung von Medizinprodukten.  In mikrobiologischen Labor können Umgebungsproben aus der Krankenhaushygiene, Prüfindikatoren aus Kleinsterilisatoren oder Reinigungs- und Desinfektionsmaschinen und Proben von Endoskopen untersucht werden. Die Beprobung von Endoskopen kann von erfahrenem Personal beim Einsender vorgenommen werden.